Eine
Hafis-Darstellung

Das
Grab des Hafis in Schiras
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"Hans Bethge: Nachdichtungen der
Lieder und Gesänge des HAFIS und HAFIS: Der Diwan -
Faksimile Edition der deutschsprachigen Erstausgabe von 1812/13
Gedichte, zuletzt hat es die
ZDF-Umfrage "Das große Lesen" nachgewiesen, gehören
heutzutage nicht zur Lieblingslektüre der Deutschen.
Gleichzeitig jedoch hat das erhebliche Publikumsinteresse am
Schwerpunkt der Buchmesse 2004 gezeigt: Der Orient ist "in".
Politische Krisen rücken diesen Teil der Erde immer wieder
in den Mittelpunkt des Interesses, meist mit negativen
Schlagzeilen. Eine Wende zum Positiven könnte durch besseres
Kennenlernen gefördert werden. Und gerade beim Orient ist der Weg
über seine Lyrik nicht der Schlechteste!
Hafis - Der
Diwan 1+2 - Faksimile Edition
Frechheit und Frische, Erhabenheit und Erregung, Liebe und Laster - das
ganze Spektrum des Lebendigen wird hier vor uns ausgebreitet, in
einer Sprache, deren Mut und Aktualität verblüfft. Denn es
handelt sich nicht etwa um Zeitgenössisches, sondern um
orientalische Lyrik des 14. Jahrhunderts (nach christlicher
Zeitrechnung), vor 100 Jahren nachgedichtet von einem deutschen
Poeten. Wer sich auf lyrische Weise dem Orient nähern möchte,
kann kaum einen besseren Einstieg finden!
Von Goethe
verehrt
Hafis - persischer Dichter und Mystiker des 14. Jahrhunderts (nach
christlicher Zeitrechnung). Hafis - eine Legende, hochverehrt von
seinen Anhängern, tief geschmäht von einer ignoranten
Geistlichkeit. Hafis - der, über den Goethe sagte: "Du aber
bist mystisch rein, / Weil sie dich nicht verstehn." Hafis - das
Wesen der Schönheit in Sprache gegossen! (Schon in der
Übersetzung erahnbar, wieviel mehr im Original ...)
Lust auf
Lyrik
Hier findet sich für Jeden etwas: erlesene Liebeslyrik, pointierte
Gesellschaftskritik, tiefgründige Mystik. In der Nachdichtung
Hans Bethges eignet sich Hafis sogar, Gedichte-Muffeln Lust auf
Lyrik zu machen!
Orientalische
Mystik
Wer sich näher mit orientalischer Mystik befasst hat, wird
vermutlich Manchem in Bethges Geleitwort widersprechen; im
Gegensatz zu Hafis war Bethge kein religiöser Mystiker. Die
religiöse Mystik des Orients verfügt über einen eigenen
Begriffskanon und Metaphern, die selbst zu Hafis Zeiten im Orient
nur Eingeweihten bekannt und verständlich waren. Darüber
hinaus gilt: Orientalische Dichtung erschöpft sich niemals
nur in einer Bedeutungsebene. Daher ist Bethges Aussage, Hafis habe
"in Wirklichkeit nur das Zeitliche und Irdische gemeint"
sicherlich zu kurz gegriffen. Der Nachdichtungsqualität hat
Bethges mangelnde Vertrautheit mit diesen Aspekten jedoch nicht
geschadet. Der Kenner braucht keine weiteren Erläuterungen und
wer sowieso kein tieferes Interesse an religiöser Mystik
hat, wird sie nicht vermissen. Lesevergnügen stellt sich so oder
so ein!
Ein
besonderes Juwel
Schließlich noch etwas zur Herausgeberin: Glücklicherweise
gibt es sie noch, die engagierten Verlegerpersönlichkeiten! Ohne
den hingebungsvollen Einsatz von Regina Berlinghof für ihren
YinYang Media Verlag gäbe es diese sehr ansprechende, trotzdem
auch für den kleinen Geldbeutel erschwingliche Hafis-Ausgabe
nicht. So ist ihrem Engagement zu verdanken, dass dem deutschen
Lesepublikum wieder einer der zentralen Dichter des Orients in einer
Nachdichtung vorliegt - und mehr. Denn im weiteren
Verlagsprogramm findet sich ein ganz besonderes Juwel:
Hafis: Der
Diwan - Faksimile Edition der deutschsprachigen Erstausgabe von 1812/13
Ein geistig-lukullischer Genuss für Hafis-Liebhaber! Dies ist das
Buch, das Goethe zu seinem Werk "Westöstlicher Diwan"
inspirierte, ein köstliches Muss für jeden Goethe-Kenner.
Selten hat man eine solch unmittelbare Gelegenheit, die
Zusammenhänge zwischen Inspiration und Umsetzung durch den
deutschen Dichterfürsten zu studieren. Der Diwan - Jedem ans
Herz gelegt, dessen Appetit auf Mehr durch die Nachdichtungen der
Lieder und Gesänge des HAFIS geweckt wurde!
Elena Maroufi, 2004

„Des
Hafis Geist war der Schönheit der Welt zugewandt
Des
Hafis Geist war der Schönheit der Welt zugewandt; obschon
Korangelehrter,
blieben ihm heuchlerische Fanatiker zuwider. Bis heute nennen ihn die
Perser
die „mystische Zunge“, um seine unorthodoxen religiösen Neigungen
zum Ausdruck zu bringen. ... Mit den Mullahs übrigens hatte auch
Hafis
schon seine Schwierigkeiten.“
Wolfang
Günter Lerch in der FAZ am 13.7.2000, anläßlich
der
Einweihung des Hafisdenkmals in Weimar durch den iransichen
Staatspräsidenten
Chatami.
„Übernatürlich
www.amazon.de:
Leserrezensionen
Durchschnittliche Leserbewertung: *****
Zahl
der Rezensionen: 1
oshi@dplanet.ch
aus Abseits , 29. Dezember 2000
Ist
es nötig zu sagen, dass Hafez der wohl genialste,
feinfühligste
und geradezu virtuoseste Poet des vergangenen Milleniums ist? Ein
wahrlich
beeindruckendes Buch. Zurecht hat sich Goethe als Hafez's
Zwillingsbruder
gefühlt. Hafez's Kunst im Umgang mit den Worten, mit der Sprache
ist
bis heute unerreicht; sowohl im Osten wie auch im
Westen.
Die Weisheiten, die in seinen Niederschriften enthalten sind,
offenbaren
sich mit Rafinesse, Sänfte, mit bildhafter Phantasie und
wundervoller
Metaphorik.
Ein
jeder, der behauptet in Sachen Literatur bewandt zu sein, sich
auszukennen,
belesen und gar weltmännisch zu sein, und die Verse Hafez's nie zu
Gesicht bekommen hat, der irrt.Hafez ist die dritte Dimension des
geschriebenen
Wortes.
-Ojand
Hadinia-
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